Familiengrilltag 2011

ortsgruppenaktivvorort

Die IGBCE Ortsgruppe Rommerz feierte am 05 Juni 2011 ihr traditionelles Familiengrillfest.

Die Ortsgruppenvorstände haben für die Mitglieder der Ortsgruppe und deren angehörigen ein tolles Sommerfest organisiert. Für die Kinder wurden eine große Hüpfburg und jede Menge Spiele bereit gestellt (Rutschbahn, Geschicklichkeitsspiele usw.) Des Weiteren wurde für Essen, Getränke, Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.

Bei herrlichem Sonnenschein konnte der erste Vorsitzende Thomas Jahn ca. 200 Mitglieder der Ortsgruppe begrüßen. Besonders begrüßte er den Ortsvorsteher von Rommerz, Hr. Norbert Schleicher (CDU), den 1. Vors. der SG Rommerz  und den Landesbezirksleiter der IGBCE Hessen/Thüringen Kollege Volker Weber.

 

Dieser sprach danach zu den Mitgliedern. Er bedankte sich für die Einladung und erläuterte die Forderungen der IGBCE zur Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die IG BCE unterstützt das Ziel, innerhalb von zehn Jahren aus der Kernenergie auszusteigen. "Das ist wünschenswert und notwendig, vor allem aber auch machbar", erklärte Volker Weber.  "Die Energiewende ist allerdings ein Prozess, der wirtschaftlich vernünftig und sozial gerecht gestaltet werden muss, sonst wird sie scheitern."

Auf der Basis einer hoch entwickelten und leistungsstarken Industrie ist Deutschland nach Einschätzung der IG BCE in der Lage, eine moderne Energieversorgung ohne Kernkraft aufzubauen und zugleich den CO2-Ausstoß zu verringern. Dieses "weltweit beispiellose Projekt" benötige allerdings eine sorgfältige Steuerung und ständige Überprüfung. Denn der Aufbau einer neuen Infrastruktur für Energie sei weitaus schwieriger als das einfache Abschalten der Kernkraftwerke.

"Wir wollen eine Energiewende, die wirtschaftlich, sozial und ökologisch vertretbar ist", sagte  Weber weiter. Dazu gehöre eine ständige Beteiligung aller wesentlichen Akteure in Wirtschaft und Politik, um etwaigen Fehlentwicklungen rasch und entschlossen entgegen zu wirken. "Wer Akzeptanz in der Energiepolitik sucht, der muss Alleingänge ausschließen. Einseitige Entscheidungen wie 2010 mit der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken dürfen sich in Zukunft nicht wiederholen."

Investition und Innovation sind nach den Worten von Weber die entscheidenden Voraussetzungen für eine moderne, sichere Energieversorgung, die sich zukünftig wesentlich aus regenerativen Quellen speisen werde. "Wir sind diejenigen, die aus diesem Ziel eine neue energiepolitische Realität machen." Das Know-how der Beschäftigten in der Industrie sei "unverzichtbar für die notwendige Effizienz-Offensive in der Energieerzeugung und -nutzung".


Die Energiewende dürfe daher die Industrie und insbesondere die energieintensiven Betriebe nicht überfordern. "Wir brauchen weiterhin eine sichere Rund-um-die-Uhr-Versorgung unserer Industrie mit Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen." Mit Blick auf die Kosten der Energiewende fordert die IG BCE unter anderem, "die energieintensive Industrie von allen zusätzlichen Belastungen aus dem Emissionshandel ab 2013 frei zu stellen", so Weber.

Er  betonte zugleich, dass die Ethikkommission Sichere Energieversorgung sich für Grundlaststrom auf fossiler Basis – zumindest für eine Übergangszeit – ausgesprochen habe. Das sei eine Bedingung für eine erfolgreiche Energiewende. Den Widerstand gegen in Planung und im Bau befindliche moderne Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad nannte Weber "kontraproduktiv": "Das gefährdet sowohl die Ziele des Klimaschutzes wie den Kernkraftausstieg in zehn Jahren." Der Ausstieg aus der Kernenergie müsse mit zukünftig mehr Investitionssicherheit im Kraftwerksbau verknüpft sein.

Insgesamt eröffne der Bericht der Kommission, an dem auch die IG BCE und ihr Vorsitzender mitgewirkt haben, die Chance, in der Energiepolitik einen neuen politischen und gesellschaftlichen Konsens zu begründen. "Die IG BCE ist bereit, daran weiter mitzuwirken", so Weber. "Wer sich jetzt noch der Gesamtverantwortung verweigert und in der Energiepolitik weiter alte Blockadestrategien fährt, der versündigt sich an der Zukunft unseres Landes."

Anschließend bedankte sich der Vorsitzende der Ortsgruppe bei den Vorständen und deren Frauen für die Organisation des Grillfestes und wünscht allen noch gute Gespräche und einen schönen Tag.

 


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