Jubilarehrung 2016
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Die Ortsgruppe Rommerz ehrte ihre verdienten Gewerkschafter am 30.10.2016 im Gasthof Heurich in Rommerz. Der 1. Vorsitzende Thomas Jahn begrüßte zunächst Jan Obramski (Sekretär der IGBCE Bezirk Kassel) sowie alle Vorstandsmitglieder und Verbindungsleute mit Partnern. Insbesondere alle Jubilare der Ortsgruppe.

Er dankte allen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Die Ortsgruppe besteht aus ca. 300 Mitgliedern. Der Vorstand kümmert sich um alle gewerkschaftlichen Aufgaben wie zum Beispiel Bildungsveranstaltungen, Informationen zu Arbeitspolitischen Themen, Demonstrationen (zu Tarifrunden, Menschenkette Werk Werra) etc.

Die Verbindungsleute unterstützen den Vorstand bei der Betreuung der Mitglieder. Sie überbringen die Glückwünsche der IGBCE bei runden Geburtstagen, Ehejubiläen, Hochzeiten usw.

Jan Obramski bedankte sich bei den Jubilaren und erinnerte daran, was die Gewerkschaften alles schon errungen haben. Einige der wichtigsten und nachhaltigsten Themen ist zum Beispiel die Tarifpolitik. Wir die IGBCE machen seit Jahrzehnten gute Tarifabschlüsse und sorgen dafür, dass die Beschäftigten einen fairen Lohn erhalten, wo sie sowohl ihre Familien ernähren können und gleichzeitig auch Rentenbeiträge zahlen, die es ermöglichen auch im Alter noch gut den Lebensunterhalt finanzieren zu können und nicht in Altersarmut verfallen. Übrigens hat die Tarifpolitik mittelbaren Einfluss auf die Renten, denn die sind an die Entwicklung der Löhne gekoppelt. Ein weiterer wichtiger Punkt unserer Errungenschaften ist die Mitbestimmung. Mitbestimmung ist dank uns zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil unserer Gesellschaft geworden. Ein Deutschland ohne Mitbestimmung ist heute nicht mehr vorstellbar. Wir haben eine Kultur des fairen Ausgleichs zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern etabliert. Es geht bei Gewerkschaft eben nicht nur um Tarife und Mitbestimmung.

Der größte Wert ist für uns die Gerechtigkeit.

Wir wollen, dass es gerecht zugeht. Deshalb haben sich schon unsere Vorfahren zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Damit die Schwachen gemeinsam stark sind und für Gerechtigkeit sorgen können. Wir wollen, dass Menschen respektvoll miteinander umgehen. Das ist Ausdruck der demokratischen Kultur, die unsere Gewerkschaft prägt. Und wir wollen, dass es auch woanders menschlich zugeht. Wir wollen, dass das ganze Land geprägt ist von Respekt füreinander, von Toleranz, Solidarität und einem menschlichen Miteinander. Dafür treten wir ein. Deshalb engagieren wir uns. In unseren Betrieben, aber auch in der Politik und in der Gesellschaft. Demokratie ist mehr, als alle vier Jahre einmal wählen zu gehen. Demokratie lebt davon, dass Menschen sie gestalten. Eine zivile Gesellschaft braucht Mitmacherinnen und Mitmacher. Es gibt in diesem Land Millionen von Menschen, die sich für ihre Mitmenschen, für die Gemeinschaft, für das Allgemeinwohl einsetzen. Viele engagieren sich in den beiden großen christlichen Kirchen, in den jüdischen und den muslimischen Gemeinden. Hunderttausende sind Mitglied einer demokratischen Partei, viele von ihnen machen ehrenamtlich Lokalpolitik in ihrer Stadt oder Gemeinde. Viele Menschen bringen ihre Ideen in Bürgerinitiativen ein, gründen Nachbarschaftshilfen, trainieren Jugendfußballmannschaften, fungieren als Spielplatzpaten, kümmern sich um Flüchtlinge, um Kinder aus armen Verhältnissen, um alte Menschen, um die Schwachen und Benachteiligten in dieser Gesellschaft.

 

 

Das ist Demokratie.

Ein Teil dieser großartigen demokratischen Kultur in unserem Land sind wir, die IG BCE. Wir repräsentieren Hunderttausende von Beschäftigten aus einigen der zentralen Industriebranchen des Landes. Wir sind stark, weil wir viele sind. Wir haben den Anspruch, die Arbeitswelt zu gestalten und unsere Gesellschaft ein Stück menschlicher und gerechter zu machen. Wir kämpfen für den Fortschritt.

Wir wollen gestalten. Eines der ganz großen Themen, das uns noch Jahre und sogar Jahrzehnte bewegen wird, ist die Rente. Ihr alle wisst, wie wichtig es ist, im Alter eine gesicherte Existenz zu haben. Den Lebensstand im Alter zu sichern – das war mal das Ziel staatlicher Rentenpolitik. Und das muss es auch wieder sein. Wer nach einem langen und anstrengenden Arbeitsleben in den Ruhestand tritt, hat es sich buchstäblich verdient, ein auskömmliches Leben ohne Sorgen zu führen. Leider sehen wir mit Sorge, dass die gesetzliche Rente ins Rutschen gerät. Wir müssen befürchten, dass künftige Generation als Rentner deutlich schlechter gestellt werden. Wenn wir auf unsere Erfolge zurückschauen, dann können wir mit Recht sagen: Es lohnt sich, jahrzehntelang dabei zu sein und dabei zu bleiben. Unsere gemeinsamen Werte haben dieses Land und diese Gesellschaft über die Jahre entscheidend geprägt. Wir haben einiges erreicht im Kampf um Gerechtigkeit. Wir bleiben dran. So wie wir das seit langer Zeit schon tun. Wir lassen uns auch in unsicheren Zeiten nicht von unserem Weg abbringen.

Nun wurden alle Jubilare besonders begrüßt und vorgestellt. Hierbei ist besonders zu erwähnen, dass die Ortsgruppe Rommerz am 06.03.1966 gegründet wurde. Gründungsmitglied und lange Jahre selbst Vorsitzender der Ortsgruppe ist einer der Jubilare, Kollege  Ludwig Jökel.

Es waren anwesend:

Ludwig Jökel                         70 Jahre         Mitgliedschaft

Ferdinand Salfer                    50 Jahre         Mitgliedschaft

Wilhelm Klüh                         50 Jahre         Mitgliedschaft

Erich Schnaus                       50 Jahre         Mitgliedschaft

Wolfgang Storch                    25 Jahre         Mitgliedschaft

Oliver Fischer                         25 Jahre         Mitgliedschaft

An der Ehrung konnten nicht teilnehmen:

Franz Höra                             60 Jahre         Mitgliedschaft

Thomas Erb                           40 Jahre         Mitgliedschaft

Joachim Wald                        25 Jahre         Mitgliedschaft

Heiko Schwerdtfeger               25 Jahre         Mitgliedschaft

Martin Hörr                             25 Jahre         Mitgliedschaft

Ansgar Pfeffer                         25 Jahre         Mitgliedschaft
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