Jubilarehrung 2017
ortsgruppenaktivvorort
Die diesjährige Jubilarehrung der IG BCE - Ortsgruppe Rommerz fand am Sonntag, dem 15. Okt. 2017
im Gasthaus Heurich statt. Der 1. Vorsitzende, Kollege Thomas Jahn begrüßte alle Anwesenden, insbesondere
die zahlreichen Jubilare und den Bezirksleiter Fredi Nothelfer (IGBCE Bezirk Kassel).
Kollege Thomas Jahn bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit im vergangenen
Jahr. Vorab dem gemeinsamen Mittagessen wurden die anwesenden Jubilare einzeln vorgestellt.


Folgende Mitglieder wurden geehrt:

60 Jahre Mitgliedschaft: Kollegen Erwin Jahn und
Gerhard Kolle

50 Jahre Mitgliedschaft: Kollegen Willi Gerst, Hugo
Kopp, Rudolf Fischer und Martin Hambach

40 Jahre Mitgliedschaft: Kollegen Reinhold Schultheis,
Elmar Kress, Peter Lotz, Dieter Gruska, Winfried
Eidmann, Alois Kullmann und Thomas Larbig

25 Jahre Mitgliedschaft: Kollegen Mirco Gitter,
Werner Müller und Olav Fröhlich
Bilder siehe am Ende des Berichtes
Nach dem Essen wurde die Jubilarehrung dann durch unseren Bezirksleiter durchgeführt. Er bedankte
sich zunächst bei allen Jubilaren für die Jahrzehntelange Mitgliedschaft. In seiner Ansprache ging er auf
den in der vergangenen Woche stattgefundenen Gewerkschaftskongress der IG BCE ein. ``Gemeinschaft.
Macht. Zukunft.``, unter diesem Motto stand der 6. Ordentliche Gewerkschaftskongress der IG BCE in
Hannover. 400 Delegierte bestimmten mit ihren Entscheidungen zu den 368 Anträgen den Weg der Gewerkschaft
bis ins Jahr 2021. Mit der deutlichen Unterstützung des gesamten Vorstandes setzten die Delegierten
ein Signal der Geschlossenheit. Die IG BCE geht gestärkt aus ihrem sechstägigen Gewerkschaftskongress
hervor. „Die IG BCE ist eine Adresse, die man in Wirtschaft und Politik kennen muss“, sagte Fredi Nothelfer.
Macht und Einfluss seien gut, „denn beides brauchen wir für unsere inhaltlichen Ziele“.

Jetzt gilt es die gefassten Beschlüsse des Kongresses, im Bezirk und vor Ort, mit den Ortsgruppen, Vertrauensleuten
und Betriebsräten zu besprechen und gemeinsam umzusetzen. Fest steht, es gibt noch viel zu tun,
es wurde jedoch auch schon viel erreicht. Nicht zuletzt aufgrund der jahrzehntelangen Unterstützung der
heutigen Jubilare.

Anschließend ging der Bezirksleiter in seiner Ansprache auf die Meilensteine der IG BCE ein:

Vor 60 Jahren als die Jubilare Erwin Jahn und Gerhard Kolle in die damalige IGBE eintraten, waren ein
Zehnstundentag und eine Sechstagewoche Gang und Gebe. Das damals gesteckte Ziel der Gewerkschaft war
eine Fünftagewoche mit achtstündigem Arbeitstag. Das Motto „Am Samstag gehört der Papi mir“. Im
Bergbau wurde das 1959 erreicht.

Vor 50 Jahren, zur Eintrittszeit zur IGBE der Jubilare Willi Gerst, Hugo Kopp, Rudolf Fischer und Martin
Hambach, waren die Themen Urlaub und Arbeitsschutz im Fokus der Gewerkschaften. Die physischen
Belastungen auf die Arbeitnehmer wurden in der Industrie immer größer. Ziel der Gewerkschaften war es
die Erholungsphasen (Urlaub) zu verlängern und gleichzeitig die Belastungen gleichmäßiger zu verteilen.

Vor 40 Jahren – Reinhold Schultheis, Elmar Kress, Peter Lotz, Dieter Gruska, Winfried Eidmann, Alois
Kullmann und Thomas Larbig traten der Gewerkschaft bei – ist das 76-er Mitbestimmungsgesetz in Kraft
getreten. - Ein sehr wichtiges Gesetz für Arbeitnehmervertreter. Hier geht es um die Paritätische Besetzung
in den Aufsichtsräten. Die Arbeitnehmerseite besteht aus „normalen“ Arbeitnehmern (Vertretern der Arbeiter
und Angestellten), leitenden Angestellten und einer gesetzlich vorgeschriebenen Zahl von Gewerkschaftsvertretern.
Die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat werden von den Gewerkschaften vorgeschlagen und
von den Beschäftigten des Unternehmens gewählt. Das Gesetz regelt die Wahl der Arbeitnehmervertreter.

Vor 25 Jahren, kurz nach dem Mauerfall, traten die Kollegen Mirco Gitter, Werner Müller und Olav Fröhlich
der Gewerkschaft bei. In dieser Zeit hat die IGBE die Kalifussion der damaligen Kali und Salz (alte
Bundesländer) und der MDK (neue Bundesländer) begleitet.

Es mussten, nachdem schon Ende der achtziger Jahre, zahlreiche Arbeitsplätze der Kaliindustrie im Westen
abgebaut wurden, noch weitere Beschäftigungen reduziert werden. Themen wie Werksschließungen und
gleiche Löhne für gleiche Arbeit im Westen und Osten, wurden behandelt. Die Kaliindustrie war eine der
ersten, die das schon 1998 vollständig umsetzen konnte.

Zum Abschluss ging Fredi Nothelfer auf die aktuelle Entwicklung in der K+S AG ein. Er
bezog sich kompakt auf die kürzlich bekannt gegebene Strategie „K+S Shaping 2030“.
- Ein sehr relevantes Thema auch für das Werk in Neuhof, denn das Konzept bekennt sich
weiterhin deutlich zur Kaliproduktion. Das bedeutet, dass in Neuhof auch die zweite Sohle
in den nächsten Jahrzehnten abgebaut werden wird. Voraussetzung hierfür sind Investitionen
im Übertrage- sowie Untertagebetrieb. Prognostiziert wird insgesamt eine Laufzeit des
Werkes bis ca. 2040/50.
Bilder der Jubilarehrung ...